Das ÖHTB (Österreichisches Hilfswerk für Taubblinde und hochgradig Hör- und Sehbehinderte) wurde 1981 von Eltern taubblinder Kinder gegründet. Einige Jahre später erweiterte es seine Tätigkeitsfelder und wurde als Trägerorganisation aktiv. Das ÖHTB ist
ein gemeinnütziger Verein, der sich die Beratung, Betreuung, Ausbildung
und berufliche Förderung von Menschen mit Behinderungen zur Aufgabe gemacht
hat. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, wurden Einrichtungen in den Bereichen
Wohnen, Arbeiten und Beratung geschaffen. Beratung B
e r a t u n g ÖHTB-Beratungsstelle
für taublinde und hörsehbehinderte Menschen Elternarbeit KlientInnenberatung
W
o h n e n Die von uns geschaffenen Wohneinheiten nehmen auf die individuellen Bedürfnisse der BewohnerInnen Rücksicht. In unseren Wohngemeinschaften hat jede Bewohnerin / jeder Bewohner ein Recht auf ein eigenes Zimmer. Es ist jedoch auch möglich, auf ausdrücklichen Wunsch der BewohnerInnen, zu zweit (als Paar) in einer Garconniere zu wohnen. Ist die intensive Betreuung in einer Wohngemeinschaft (wo es Nachtbereitschaft der BetreuerInnen gibt) für jemanden nicht mehr nötig, kann ein Wechsel auf einen begleiteten Wohnplatz - in eine mobil betreute Kleinwohnung - erfolgen. Innerhalb der Stadt wird die Lage der Wohnungen so gewählt, dass eine gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln gegeben ist. Die Infrastruktur der Wohnregion erlaubt eine Komplettversorgung, Geschäfte und der Arbeitsplatz sind gut erreichbar. Wir gehen von einer lebenslangen persönlichen Entwicklungsmöglichkeit des Menschen aus und unterstützen unsere KlientInnen bei der Erreichung größtmöglicher Selbständigkeit. A
r b e i t e n Um den unterschiedlichen Bedürfnissen unserer KlientInnen gerecht zu werden, führen unsere Werkstätten Intensiv-, Kreativ- und Leistungsgruppen. In den intensiv betreuten Gruppen steht für die KlientInnen das Kennenlernen einer Tagesstruktur im Vordergrund. Hier werden Menschen mit Behinderungen betreut, die besondere Bedürfnisse haben, wie z.B. eine spezielle Pflege oder die auf Grund verschiedener persönlicher Schwierigkeiten bis dato in keiner Werkstatt Fuß fassen konnten und/oder auto- oder fremdaggressives Verhalten zeigten. In den Kreativgruppen wird mit einer Vielfalt von unterschiedlichen Materialien wie Textil, Ton, Holz, Metall, Papier, Glas etc. gearbeitet. Neben dem handwerklichen Bereich kommen in den Kreativgruppen viele sportliche und therapeutische Elemente zum Tragen. In den Leistungsgruppen wie z.B. in der Metallwerkstätte oder in der Buchbinderei werden von den KlientInnen überwiegend Arbeiten nach Kundenwünschen, wie Metalluhren, Recyclingprodukte, Jahreskalender, Notizbücher, Ordner, etc. gefertigt. Außerdem werden sogenannte Haushaltsgruppen geführt, die unter Anleitung für das leibliche Wohl der ganzen Werkstätte sorgen. Eine Wäscherei ergänzt unser Angebot. Mit Erfolg sind wir auch im Bereich Gastronomie tätig: am Standort unserer Zentrale in Wien 10, Humboldtplatz 6, betreiben wir ein Schulungsrestaurant, in dem unter der Anleitung von zwei engagierten Fachkräften 13 KlientInnen bis zu 55 Mittagsmenüs zubereiten, eine Cafébar betreiben und Seminarcatering durchführen. Zur Versorgung unserer Wohngemeinschaften, Werkstätten und Büros mit Dingen des täglichen Bedarfs haben wir ein Zentrallager eingerichtet, in dem wir fünfzehn Beschäftigungstherapieplätze anbieten. Auf diese Weise ist es uns gelungen, sowohl den Wareneinkauf zu ökonomisieren, als auch eine sinnvolle Beschäftigung für Menschen mit Behinderungen anzubieten. Um Menschen mit Behinderungen bei ihrer beruflichen Etablierung tatkräftig zu unterstützen, haben wir im Jahr 2001 zwei gastronomische Betriebe, (Café Tritsch-Tratsch und Polycafé) ins Leben gerufen. Diese Betriebe werden heute von ehemaligen Transit- arbeitskräften geführt. B
e t r i e b l i c h e r B e r e i c h In diesem betrieblichen Bereich kommen wir unserer Zielsetzung, Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen zu schaffen, ein Stück näher und hoffen, diesen erfolgreichen Weg fortsetzen zu können.
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